Parodontitis

Moderne Behandlung der Parodontose in Duisburg

Unsere Zahnarztpraxis in Duisburg bieten eine fortschrittliche und effektive Behandlung von Parodontitis, auch in komplexen Fällen. Mit hohen Erfolgsraten garantieren wir eine unkomplizierte Therapie für Ihre Zahnfleischgesundheit.

 

Autor: Dr. med. dent. Boris Francki
Letzte Aktualisierung: 14.06.2025

 

Parodontitis, auch als Zahnfleischentzündung bekannt, ist eine der häufigsten Volkskrankheiten in Deutschland. Über 70% der Menschen über 40 sind betroffen. Diese Erkrankung sollte nicht unterschätzt werden, da sie in schweren Fällen zum Zahnverlust führen kann. Eine effiziente Behandlung erfordert ein individuell angepasstes Therapiekonzept. Unsere spezialisierte Zahnarztpraxis in Duisburg hat jahrelange Erfahrung und eine hohe Erfolgsquote in der Parodontitis-Behandlung.

 

Definition: Parodontitis

Parodontitis, oft als Parodontose bezeichnet, ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats. Unbehandelt kann sie zum Zahnverlust führen. Da die Krankheit meist schmerzfrei verläuft, bleibt sie oft unbemerkt und wird häufig erst bei einer Prophylaxe-Sitzung entdeckt.

Parodontitis ist ernst zu nehmen, da sie das Risiko für andere schwere Erkrankungen wie Schlaganfälle, Frühgeburten und Diabetes erhöht. Ohne Behandlung kann die Krankheit den Kieferknochen angreifen, was zu Zahnverlust führt.

Nach der Diagnose kann Parodontitis meist unter lokaler Betäubung behandelt werden. Diese Behandlung entspricht einer intensiven Zahnreinigung, bei der die betroffenen Zahnwurzeln gereinigt und geglättet werden. Ein chirurgischer Eingriff ist nur selten erforderlich. In unserer Zahnarztpraxis in Duisburg legen wir großen Wert auf moderne, effiziente und erfolgreiche Parodontologie.

 

Symptome

Die Symptome einer Parodontitis variieren je nach Stadium und Verlauf und sind sehr vielfältig. Typische Anzeichen umfassen:

  • Entzündetes Zahnfleisch (gerötet, geschwollen)
  • Häufiges Zahnfleischbluten (z. B. beim Zähneputzen)
  • Zahnfleischrückgang
  • Bildung von Zahnfleischtaschen
  • Allgemeine Zahnfleischbeschwerden
  • Mundgeruch (Halitosis)
  • Lockerung der Zähne

Diese Symptome sind eindeutige Warnsignale für eine mögliche Parodontose und sollten umgehend ärztlich untersucht werden. Wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken, suchen Sie sofort einen Zahnarzt auf, um eine mögliche Parodontitis diagnostizieren zu lassen.

 

Ursachen der Parodontitis

Parodontitis kann in zwei Hauptformen unterteilt werden:

  • Marginale Parodontitis: Diese häufigere Form geht vom Zahnfleisch aus.
  • Apikale Parodontitis: Diese seltenere Form beginnt an der Wurzelspitze.

Schlechte Mundhygiene allein ist meist nicht die einzige Ursache für Parodontitis. Ein geschwächtes Immunsystem und genetische Faktoren spielen oft eine entscheidende Rolle. Zudem kann eine ungesunde Ernährung, insbesondere eine Ernährung reich an Zucker und Säuren, in Kombination mit anderen Faktoren zur Entwicklung der Krankheit beitragen.

 

Risikofaktoren

Mehrere Faktoren können das Risiko für die Entwicklung von Parodontitis erhöhen. Zu den bekanntesten Risikofaktoren gehören:

  • Schlechte Mundhygiene
  • Rauchen
  • Ungesunde (saure) Ernährung
  • Immunerkrankungen oder ein geschwächtes Immunsystem
  • Diabetes
  • Genetische Veranlagung
  • Zähneknirschen (Bruxismus)

Parodontitis kann den Verlauf anderer Krankheiten negativ beeinflussen und umgekehrt können Krankheiten wie Diabetes Parodontitis begünstigen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben diese Wechselwirkungen bestätigt.

 

Verlauf der Erkrankung

Zahnärzte unterscheiden zwischen der seltenen aggressiven Parodontitis und der häufigeren chronischen Parodontitis.

Aggressive Parodontitis entwickelt sich schnell und verläuft rasant. Sie wird meist durch aggressive Keime verursacht. Mithilfe eines speziellen Keimtests kann während der Therapie ermittelt werden, welche Mikroben die Erkrankung ausgelöst haben. Diese Form führt oft zur Bildung lokaler Zahnfleischtaschen mit starkem Knochenabbau, was sich gut durch eine Röntgenaufnahme diagnostizieren lässt.

Die häufigere chronische Parodontitis entwickelt sich langsam und schleichend. Dabei entstehen Zahnfleischtaschen, jedoch ohne massive Knocheneinbrüche. Diese Form der Parodontitis verläuft meist schmerzfrei und wird daher oft erst spät erkannt. Regelmäßige professionelle Zahnreinigungen (Prophylaxe) sind wichtig, um die Erkrankung frühzeitig zu entdecken. Bei diesen Terminen werden die Zahnfleischtaschen mit speziellen sondierenden Instrumenten genau vermessen.

Der Verlauf der chronischen Parodontitis kann typischerweise folgendermaßen beschrieben werden:

  • Beginn mit leichten bis mittleren Zahnfleischentzündungen
  • Fortschreitende Entzündungen, die den Zahnhalteapparat betreffen
  • Bildung von Zahnfleischtaschen und Knochenabbau im Kiefer
  • Lockerung eines oder mehrerer Zähne
  • Schließlich Zahnverlust

Der Verlauf der Erkrankung variiert stark von Patient zu Patient. Rauchen ist ein bedeutender Risikofaktor, da Nikotin zu Gefäßverengungen führt und frühe Symptome wie Zahnfleischbluten unterdrückt. Dadurch können sich die Krankheitsverläufe bei Rauchern deutlich unterscheiden.

 

Diagnose

Zur Diagnose von Parodontose ist eine gründliche Untersuchung des Zahnfleischs und des Zahnhalteapparats erforderlich. Der Kiefer wird auf vorhandene Zahnlockerungen überprüft, und die Tiefe der Zahnfleischtaschen wird mit Parodontalsonden gemessen. Röntgenaufnahmen zeigen, ob und in welchem Ausmaß der Kiefer von Parodontitis betroffen ist. Spezielle Keimtests, die im Labor ausgewertet werden, identifizieren die verantwortlichen Erreger und deren Konzentration. Wir empfehlen diese Tests vor jeder Parodontitis-Behandlung, da sie einen optimal abgestimmten Therapieplan ermöglichen. Für jeden Patienten wählen wir die passende Diagnostik und Keimtests individuell aus.

 

Moderne Parodontose-Behandlung

Unsere Therapie wird stets individuell auf den Verlauf der Erkrankung, die vorhandenen Symptome und das genaue Stadium der Parodontitis abgestimmt. In unseren Zahnarztpraxen in Essen bieten wir verschiedene Behandlungsoptionen an, um optimal auf Ihre Bedürfnisse einzugehen:

 

Klassische Parodontitis-Therapie

Die häufigste Form der Parodontitis-Therapie verläuft in mehreren Schritten:

  • Ein speziell geschultes Team führt eine professionelle Zahnreinigung durch, bei der Zahnstein, Verfärbungen und der Biofilm oberhalb des Zahnfleischs entfernt werden.
  • Anschließend wird die Tiefe der Zahnfleischtaschen mit einer speziellen Sonde präzise gemessen. Optional kann dabei auch ein Keimtest durchgeführt werden, den wir grundsätzlich empfehlen. Die Ergebnisse des Keimtests sind oft entscheidend für die Optimierung des Behandlungsplans, insbesondere wenn Antibiotika erforderlich sind.
  • Im abschließenden Schritt erfolgt die geschlossene Parodontitis-Behandlung. Dabei werden Ablagerungen und Zahnbelag unterhalb des Zahnfleischs (Konkremente) gründlich entfernt. In einigen Fällen werden antiseptische Gelatine-Chips in die tiefen Zahnfleischtaschen eingesetzt, um die Heilung und Regeneration des Zahnfleischs zu fördern.

Nach der Behandlung erhalten Sie eine umfassende persönliche Beratung zur Vorbeugung von Parodontitis durch optimale häusliche Mundhygiene. Wir empfehlen die Verwendung einer speziellen Zahnpasta. Zusätzlich kann das „Ölziehen“ mit kaltgepresstem Sesam- oder Sonnenblumenöl vorteilhaft sein.

Direkt nach der Therapie kann es sinnvoll sein, für zwei Wochen eine spezielle Mundspüllösung mit Chlorhexidin (CHX) zu verwenden, um die Regeneration des Zahnfleischs zu unterstützen.

Nach der Behandlung raten wir zu einer vierteljährlichen Prophylaxe, die seit dem 1. Juli 2021 in vielen Fällen von den gesetzlichen Krankenkassen als unterstützende Parodontitistherapie (UPT) übernommen wird. Sowohl die häusliche Mundpflege als auch regelmäßige zahnärztliche Kontrollen sind entscheidend für den langfristigen Erfolg der Parodontosebehandlung. Je konsequenter diese Maßnahmen befolgt werden, desto größer sind die Chancen auf einen dauerhaften Behandlungserfolg.

 

Chirurgische Behandlung

Wenn Zähne locker sind, der Kieferknochen von Parodontose befallen ist oder die Zahnfleischtaschen tiefer als 6 mm sind, sollte nach der initialen Therapie eine chirurgische Behandlung in Betracht gezogen werden.

In fortgeschrittenen Fällen wird das Zahnfleisch an der entzündeten Stelle aufgeschnitten und zurückgeklappt, um das infizierte Gewebe gründlich zu entfernen. Die betroffenen Zahnwurzeloberflächen und Knochen werden mit Polierdiamanten sorgfältig gereinigt. Die entstandenen Hohlräume im Kieferknochen werden mit künstlichem oder körpereigenem Knochenmaterial aufgefüllt. Eine selbstauflösende Regenerationsmembran wird eingesetzt, um den Heilungsprozess zu unterstützen – dies wird als „Guided Tissue Regeneration“ bezeichnet. Schließlich wird das Zahnfleisch wieder geschlossen, vernäht und mit einem

Verband geschützt. Nach sechs bis acht Monaten ist der Heilungsprozess abgeschlossen und der Knochen hat sich teilweise regeneriert.

 

Prognose

Wird Parodontose frühzeitig erkannt und behandelt, kann sie in den meisten Fällen gestoppt und stabilisiert werden. Um diesen Zustand langfristig zu erhalten, sollten alle drei bis vier Monate eine professionelle Zahnreinigung oder unterstützende Parodontitistherapie (UPT) durchgeführt werden.

 

Prophylaxe

Zusätzlich zur häuslichen Zahnpflege ist die professionelle Prophylaxe unerlässlich, um Parodontose frühzeitig zu erkennen und vorzubeugen. Eine professionelle Zahnreinigung sollte mindestens alle sechs Monate erfolgen. Bei bestehender Parodontitis empfehlen wir eine vierteljährliche Prophylaxe als Nachsorge. Zudem sollte die allgemeine Zahnarztuntersuchung zweimal jährlich stattfinden.

Diese Maßnahmen sind äußerst effektiv zur Vorbeugung von Parodontitis. Besonders Risikopatienten und Raucher sollten diese Pflegegewohnheiten strikt einhalten.

 

Besonderheiten

Unsere Zahnarztpraxis in Duisburg ist auf alle Formen der Parodontologie spezialisiert und bieten Ihnen:

  • Über 20 Jahre Erfahrung
  • Herausragende fachliche Expertise
  • Hohe Erfolgsraten
  • Minimalinvasive Behandlungen mit Ultraschall-AirScalern
  • Oralchirurgische Eingriffe bei Bedarf
  • Umfassende Prophylaxe-Programme
  • Schmerzfreie Behandlungsmethoden

 

JETZT TERMIN VEREINBAREN

 

 

IMPLANTOLOGIE